Vorsorge: Frauenherzen vernachlässigt?
Montag, den 28. September 2009Eichenau, September 2009 – „Vielen Frauen ist nicht bewusst, dass der Tod durch Herzinfarkt sie stärker betrifft als Männer“, so Prof. Dietrich Baumgart, Vorsorgemediziner und Ärztlicher Direktor der Klinik Preventicum in Essen: „Trotzdem erhalten sie weniger Diagnostik und Therapie.“ Jährlich sterben 55 Prozent der Frauen und nur 43 Prozent der Männer an Ursachen wie Herzinfarkt, Herzschwäche, plötzlichem Herztod oder Schlaganfall. „Frauen, die rauchen und hormonell verhüten, rate ich daher schon ab 40 Jahren zu einer Vorsorge von Herz- und Gefäßerkrankungen“, so Baumgart im vivesco Gesundheitsmagazin vive, das 21. September 2009 kostenlos in der Erasmus-Apotheke Eichenau erhältlich ist.
Während die Gesundheitsvorsorge für Frauen in der Gynäkologie weit ausgebaut sei, würden sie bei Herz- und Gefäßkrankheiten weniger gut behandelt als Männer. Bei gleichen Symptomen haben Frauen demnach eine 20 Prozent kleinere Chance auf ein Belastungs-EKG, die Wahrscheinlichkeit für einen Herzkatheter ist sogar um 40 Prozent geringer. Baumgart kritisiert ferner, dass Beipackzettel nur selten geschlechtsspezifische Dosierungsanleitungen enthalten, obwohl einige Medikamente bei Frauen ganz anders wirken als bei Männern.
In Ihrer Apotheke erhalten Sie zahlreiche rezeptfreie Produkte, die vor allem Frauen besonders gut unterstützen. Tees mit getrocknetem Gänsefingerkraut eignen sich bei leicht schmerzhaften Regelblutungen, Bauch- und Unterleibskrämpfen. Zur hormonfreien Linderung von körperlichen Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen dienen Tabletten mit Trockenextrakten aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze. Brausetabletten mit dem Mineralstoff Calcium können Frauen ab etwa 45 Jahren bei der Vorbeugung von Osteoporose helfen.
Petra Dietl-Hillers
Ihre Apothekerin in Eichenau
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