Monatsarchiv für März 2009

Heuschnupfen: „Hypo“ kann helfen

Freitag, den 20. März 2009

Eichenau, März 2009 „Nach einer Hyposensibilisierung geht es 80 bis 90 Prozent der Pollenallergiker deutlich besser“, so Prof. Dr. Jürgen Fischer, Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde und Allergolo­gie und Leiter der Klinik Norderney: „Dazu verhindert die Therapie bei 40 bis 50 Prozent der Patienten auch den Etagenwechsel zu Asthma.“ Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass nur wenige Allergieauslöser vorliegen, die Allergien nicht länger als fünf bis zehn Jahre bestehen und dass die Behandlung über drei Jahre durchgeführt wird. „Auch Kreuzallergien können sich durch die Therapie gelegentlich bessern“, so Fischer im vivesco Gesundheitsmagazin vive, das ab März 2009 kostenlos in der Erasmus Apotheke Eichenau erhältlich ist.

 

Die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immun­therapie genannt, soll dem Immunsystem seine Überempfindlichkeit abtrainieren und es langsam an das jeweilige Allergen gewöhnen. Die Behandlung erfolgt mit winzigen Mengen des allergieauslö­senden Stoffes, wobei die Dosis laufend erhöht wird. Eine Kreuzallergie liegt dann vor, wenn sich bei einer Allergie gegen einen Stoff, etwa Birkenpollen, auch eine Allergie gegen einen anderen Stoff – etwa ein Nahrungsmittel – entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine solche Kreuzreaktion entwickelt, hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. „Vor 15 bis 20 Jahren litten etwa 15 Prozent der Heuschnupfen-Patienten an Kreuzallergien“, so Fischer, „jetzt sind es fast 60 Prozent.“

 

Zur vorbeugenden und akuten Behandlung allergischer Beschwerden erhalten Sie zahlreiche rezeptfreie Mittel in Ihrer Apotheke. Wenn bei Heuschnupfen, Tier- und Hausstauballergien Augen und Nase betroffen sind, helfen Augentropfen mit dem Wirkstoff Levocabastin. Bei Juckreiz, tränenden Augen, Heuschnupfen und Nesselsucht eignen sich Tabletten mit modernen Antihistaminika wie Loratadin oder Cetirizindihydrochlorid. Nasensprays mit Kamillenblüten-Extrakt und isotonisiertem, sterilem Meerwasser unterstützen die Regeneration der Nasenschleimhaut.

 

 

Petra Dietl-Hillers

 

Ihre Apothekerin aus Eichenau

 

 

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